...halli und hallo liebe Eltern!
nun muss ich mal eine grundsätzliche Frage fragen ;)
Ab wann um gottes Willen, ist man denn ein unmenschlicher Willenbrecher der Kinder und ihrem Willen. Ab wann kann sich das Kind in seinem Willen nicht frei entfalten?
Ist nicht ein "Willenbrecher" als Elternteil eher ein Mensch der wie vor Jahrzehnten die Meinung mit Strafen und harten Bandage durchgesetzt hat, wo die Schule mit dem Rohrstock geschult hat uvm.
Ist das nicht die Variente "Willenbrecher". Die Generation doch trotzdem behauptet Schlagen und die harte Hand hat niemand geschadet.....
Mein Problem an dieser These, das ich als Willenbrecher betietelt worden bin, da ich ja ach so streng bin. Dabei ziehe ich nur Konsquenz konsequent durch. Zeige meinem Junior ausgemachte Grenzen
auf. Sicherlich fakel ich nicht so lange und rede tausend mal ....
Wenn Junior sich falsch verhält muss ich eingreifen. Wenn es gar nicht anders geht, nehme ich ihn sogar aus der Situation heraus. Das ist - jetzt kommt ein Aufschrei -
ähnlich der Hundeerziehung, man kann einem Hund nicht später auf sein Fehlverhalten hinweisen oder es regulieren.
So auch bei Kindern. Wenn Du es nicht regulierst, vorallem wenn es eine Regel gibt, dann merken sie schnell, das Du es nicht ernst meinst. In einem schönen Buch steht der Satz über das Denken der
Kinder "wenn meine Mama was sagt, naja dann ignoriere ich das, wenn meine Erzieherin was sagt, dann meint sie das auch so"...das ist das Ergebnis von Konsequenz.
Konsequenz heißt doch nicht regulieren durch Schläge. Das heißt auch nicht, das mein Junior keinerlei Freiraum hat zur Entwicklung. Nein! Im Gegenteil! Konsequenz heißt verdammt
noch mal Arbeit, Arbeit, Arbeit!
Denn dadurch bist du ständig im Thema, ständig mit deinem Kind am diskutieren, am regulieren, am aushandeln und am erklären. Dies fördert die Entwicklung, wirkt aber für Außenstehende vielleicht
hart oder streng, nehme ich an.
Es gibt Grundzüge des Benehmens, des Verhaltens, des Umganges usw. Die möchte ich umgesetzt sehen. Wenn das für die einen oder anderen wie "Willenbrechen" aussieht, haben wir grundlegend
unterschiedliche Ansichten und gar Auffassungen von Kindererziehung. Doch finde ich den Vorwurf etwas überspannt, nur weil "die" sich nicht mit Regeln auseinander setzten. Den Kindern an falschen
Punkten, falsche Signale geben.
Das heißt doch im Umkehrschluss nicht, das er nicht seine Wünsche äußern kann, wann er was wie machen möchte. Er darf alles in einem nach unserem Rahmen gesteckten Raum. Wenn er nicht haut,
beist, am Tisch rumspringt, mit Essen läuft usw usw .... ich reguliere lediglich Benehmen und Ordnung. Was ist daran Willenbrechen? Das heißt doch nicht, das Essen kein Spaß machen kann, nur weil
man nicht am Tisch rumspringt oder oder oder......
Genauso gehören Rituale dazu. wenn gespielt wird, wird auch hinterher aufgeräumt....das ist doch normal, naja leider nicht, aber kein Willenbrechen! Auch ein nicht zu spätes ins
Bett gehen gehört zum Ritual nach gemeinsamen Abendessen und einer Geschichte. Für alles gibt es Abfolgen. Die sich natürlich Situationsbedingt anpassen! Eine dynamische Erziehung mit festen
Grundsätzen!
Kindern ihr Handeln, meiner Ansicht nach, an falschen Punkten zu erlauben oder zu späte zu regulieren oder mit Gummibärchen zu belohnen und mich dann aber Willenbrechen nennen, finde ich schon
scharf. Auch dem Kind jegliches zu erlauben so bald es brüllt und kommuniziert "ich will" - wenn überhaput heißt das "ich möchte bitte" ein Grundsatz nach dem ich arbeite, finde ich als nicht
zielführend.
Wenn ich erst nach dem 3. oder 4.ten Fehlverhalten einschreite, ist der Erziehungseffekt ein falscher beim Kind. Es gibt Regeln und wenn die nicht reguliert und besprochen werden und das "just in
time", dann meine ich, führt das zum falschen Ergebnis.Ich betone das die Regulierung mit Gesprächen oder einer Auszeit behandelt wird, auch mal mit einem Beenden von einer Sache....(Einer Ansage
lasse ich auch Taten folgen!)
Denn diese Arbeiten, die ich anwende, sind in vielen Bücher beschrieben, sogar sind das Anwendungen von Katharina Saalfrank, die ich sehr schätze in ihrer Arbeit und Kommuikation.
Durchsetzungsvermögen + Konsequenz ist kein Willenbrechen!
Mich beruhigt aber, das es erst das erste Mal solch eine Aussage gibt bzw gab..... aber ich mach mir schon Gedanken.....
Nuckelfrei sind wir auch mit viel Arbeit geworden und nicht wegen der harten Hand, die es nicht gibt. Es gibt viel Gespräche, viel Aufbau seines Tun´s usw, deshalb klappt es auch ohne Windel,
geht er gern zu anderen, gern in den Kindergarten....sagt hallo und tschüss, ist ein aufgeweckter Junge...nicht mehr, nicht weniger.
Ich glaube, wenn ich ein Willenbrecher in den letzten 2 1/4 Jahren gewesen wäre, wäre mein Kind anders. Ich schreibe jetzt nicht wie ich mir so ein Kind im Kopf male, weil sich u.U. Leserinnen
oder Lesern angesprochen fühlen würde, was ich nicht bezwecken wollen würde....
Ich beschäftige mich viel mit Erziehungsmethoden, sicherlich passieren mir auch Dinge, die ich manchmal im Effekt nicht haben möchte, das ich impulsiv beispielsweise zu laut bin. Wir machen alle
Fehler, das ist menschlich, dafür sind wir Eltern. ABER wir müssen es erkennen und andere Dinge zulassen und konstruktiv mit anderen Methoden beschäftigen, diese aufnehmen und
verarbeiten! Ich reguliere mich selbst und in vielen Gesprächen mit meiner Frau und meinen Freunden. Denn nur eine konstruktive eigene Bewertung hilft einem eine gute Erziehungs zu geben....ein
guter Vater oder ein gutes elternteil zu sein.
Die Burg ist zu HAUS - geben Sie ihrem Kind die Burg mit festen Grundmauern.
alles Gute!
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